Archiv der Kategorie: Meldungen

Marketing-Chefin Tina Müller liebäugelt mit 10.000-Euro-Opel

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Tina Müller verantwortet im Opel-Vorstand den Marketing-Bereich. (Foto: Opel)

Wiesbaden, 08.04.2014 (kc). Seit 1. August 2013 ist Tina Müller Marketing-Vorstand bei Opel. Jetzt führte mein Kollege Ralf Heidenreich ein interessantes Interview mit der 45-Jährigen. Sie sagt darin nicht nur, dass sie sich bei Opel sehr wohl fühle und sich vorstellen könne, dort bis zum Ende ihrer Karriere zu bleiben. Um Opel weiter voran zu bringen, bringt Müller die Idee eines Kleinwagens mit Blitz-Logo für 10.000 Euro ins Spiel. Die Tradition, dass Opel-Markennamen mit einem „a“ zu enden haben, ist für Müller hingegen nicht so wichtig. Schließlich sei das ungeschriebene Gesetz schon mit dem Adam gebrochen worden.

Das ebenso amüsant wie spannend zu lesende vollständige Interview ist in den Printausgaben der Rhein Main Presse vom 9. April zu finden.

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So schickten Autohersteller ihre (künftigen) Kunden in den April

Mainz, 02.04.2014 (kc). Ein bisschen ist es wie beim Eurovision Song Contest: Eine Stimmabgabe für sich selber kommt gar nicht gut an und ist deshalb nicht möglich. Wenn es nachfolgend meine ganz persönliche Top-Three der Auto-Aprilscherze dieses Jahres gibt, taucht deshalb der eigene zur „Anywhere“-Taste im Navi selbstverständlich nicht auf (es hat doch jeder erkannt, dass es sich um einen Aprilscherz handelt?!?). Nun denn:

Tea for the Mini Cooper T

Platz 3: BMW hat sich des Problems zur Neige gehender fossiler Brennstoffe angenommen. Herausgekommen ist die Idee, den britischen Kleinwagen Mini mit Tee statt mit Benzin betanken zu lassen. Natürlich lässt sich nicht jeder Mini mit dem alternativen Kraftstoff betreiben (bei einem Dieselmotor sorgt Benzin schließlich auch nicht für Vortrieb), es muss schon ein Sondermodell sein, Cooper T genannt, das es in den Farben „Chamomile Yellow“, „Red Bush“ und – natürlich – „Earl Grey“ geben soll. In der entsprechenden Pressemitteilung wird die Chefentwicklerin Ivanna Kuppa mit den Worten zitiert, dass der Cooper T mit einer Tasse Tee 60 Kilometer weit fährt.

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Zu schön, um wahr zu sein: Der Mini Cooper T kommt mit einer Tasse Tee als Treibstoff 60 Kilometer weit, behauptet der Hersteller. (Foto: BMW/Mini)

Begründung der Ein-Mann-Jury für Platz 3: Herrlich skurrile Idee, natürlich sofort als Aprilscherz entlarvbar, aber so köstlich wie eine Tasse Earl Grey. Einen Sonderpunkt gibt es für den Namen der Chefentwicklerin, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muss.

Mit Rasen im Auto rasen

Platz 2: Und noch ein Sondermodell. Opel kündigte am 1. April den Astra Copacabana zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien an. So weit, so normal, entsprechende Auto-Namenszusätze wird es vielleicht wirklich anlässlich des Turniers geben. Eher unwahrscheinlich ist aber, dass sich die Sonderausstattung tatsächlich in der Serie irgendeines Herstellers wiederfinden wird: Die Sitze sind mit echtem Rasen aus dem Maracanã-Stadion überzogen, die Füße ruhen auf original Copacabana-Sand und mit an Bord ist ein Caipirinha-Spender.

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„Echter Rasen aus dem Maracanã-Stadion“: Dieser Opel Astra als Sondermodell Copacabana wird wohl eine Eintagsfliege bleiben. (Foto: Opel)

Begründung der Ein-Mann-Jury für Platz 2: Wer sagt denn da, dass Deutsche keinen Humor hätten (auch wenn wohl die britische Opel-Schwester Vauxhall bei der Entwicklung dieses Aprilscherzes federführend war)? Witzig, vor allem, weil die Pressemitteilung absolut seriös daherkommt.

Wirklich nur ein Aprilscherz?

Platz 1: Sondermodell zum Dritten. Suzuki legt, so hieß es am 1. April, den Swift „Selfie“ auf. Der habe auf dem Rückspiegel eine hochwertige Kamera mit fünf Megapixel Auflösung installiert. Damit nicht genug. Die während der Fahrt geschossenen Selbstporträts könnten über das Navigationssystem direkt auf Facebook, Twitter und Co. veröffentlicht werden.

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Die Kamera über dem Rückspiegel erstellt während der Fahrt Selfies, behauptet Suzuki über sein Sondermodell „Swift Selfie“. (Foto: Suzuki)

Begründung der Ein-Mann-Jury für Platz 1: Ein Scherz der alten Schule – mit Ausnahme des Datums lässt nichts in der Pressemitteilung darauf schließen, dass Suzuki die Leser in den April schicken will. Sogar einen realistisch klingenden Verkaufspreis von 15999 Euro nennt das japanische Unternehmen. Vielleicht war das Ganze aber auch ein wirklich genialer Versuchsballon. Wenn sich am 1. April genügend Interessenten bei den Händlern gemeldet haben, geht der Suzuki Selfie vielleicht wirklich bald in Serie. Eine Kamera über dem Rückspiegel zu installieren, ist ja nun wahrlich kein Hexenwerk!

EXKLUSIV: Navi entscheidet über das Fahrtziel

San Jose, 01.04.2014 (kc). Das amerikanische Unternehmen NavJok beginnt heute mit dem Europa-Vertrieb eines, so Firmengründer und Geschäftsführer Joe King, „innovativen Addons für Navigationsgeräte“ mit Upgrade-Möglichkeit via WLAN, Bluetooth oder SD-Card.

Nach erfolgter Installation der NavJok-App „Anywhere“ erscheint im Zielführungsmenü die neue Option „Bring me anywhere“ (bring´ mich irgendwohin). Durch Aktivierung dieses Menüpunktes führt die Navigationssoftware den Fahrer zu einem zufällig ausgewählten Ziel aus dem Datenfundus.

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass praktisch niemand das volle Potenzial moderner Navigationsgeräte ausnutzt“, erläutert King die Geschichte hinter der App-Entwicklung. Wenn es zum Beispiel darum gehe, eine Fahrt ins Grüne zu unternehmen, seien viele Menschen mit der Auswahl an Möglichkeiten überfordert. King: „Das endet dann damit, dass man zum 20. Mal den gleichen See oder das gleiche Naherholungsgebiet ansteuert, anstatt etwas Neues kennenzulernen.“

„Anywhere“ lässt sich für die individuellen Wünsche der Fahrer konfigurieren. So ist einstellbar, in welchem Umkreis vom Standort sich das Zufallsziel befindet und aus welchen Kategorien das Navigationssystem die Auswahl trifft. „Schließlich“, so schmunzelt der App-Entwickler, „mag es nicht jeder, wenn die Zufallsfahrt zu einer Autowerkstatt oder einer Apotheke führt.“

Joe King sieht als potenzielle Anwender des 19,99 Euro teuren Addons aber nicht nur unbedingt Autofahrer auf der Suche nach einem Ausflugsziel. Als zweiter Punkt, der nach Installation im Benutzermenü auftaucht, gibt es die Option „Get me out of here“ (bring´ mich hier weg). King: „Wer kennt das nicht. Nach einem Streit mit der Lebensgefährtin will man einfach nur noch woanders sein.“ Bei „Get me out of here“ wird nur die Wunschfahrtzeit (zwischen 30 Minuten und vier Stunden) eingegeben – und die Software beginnt die Navigation zu einem zufällig gesetzten GPS-Punkt. Das Ziel kann eine Straßenkreuzung ebenso sein wie eine Gaststätte. „Wichtig ist gerade bei „Get me out of here“ nicht das Ankommen, sondern das Wegkommen“, erläutert Joe King.